Sudoku Solver

NEU: Auflistung aller Einzelschritte inklusive genauer Erklärungen und Punkte-Bewertung - und mit Goldenen Ketten; jetzt auch mit Eindeutigkeitstest

Geben Sie die Ausgangszahlen ein (1..9)

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  PS: Sie können mit der TAB-Taste von Feld zu Feld springen
         ohne die Maus zu benutzen :-)


Prinzipen zur Lösung von Sudokus

Sudoku-Grundregel: Es sollen in jeder Zeile, in jeder Spalte und in jeder Box (3x3-Kästchen) alle Zahlen von 1 bis 9 genau einmal vorkommen. Die Zeilen und Spalten werden hier von oben links an mit 1 bis 9 durchnummeriert, die Boxen werden mit OL (oben links), OM (oben Mitte), OR (oben rechts), ML (Mitte links), MM (Mitte Mitte), ..., bis UR (unten rechts) bezeichnet.

Dieses Programm benutzt 5 Lösungsverfahren mit verschiedener Punkte-Gewichtung, wobei für die Ausdünnung 5 verschiedene Analysemethoden (ebenfalls mit unterschiedlichen Punkten gewichtet) programmiert wurden.
Dabei wird nach einem Treffer immer wieder bei der einfachsten Methode begonnen, und zusätzlich in der Reihenfolge: Suche immer erst in Zeilen - dadurch sind diese Fälle immer am häufigsten -, dann in Spalten, zuletzt in Boxen.

Bei der Bewertung wird davon ausgegangen, dass zuerst versucht wird, das Sudoku ohne Anschreiben der Reste (Kandidaten) zu lösen. Dabei kommen die Methoden A, B und C zum Einsatz. Kommt man damit nicht weiter, muss man für jede Zelle alle Zahlen aufschreiben, die dafür in Frage kommen: die Kandidaten, die hier als Ganzes oft Rest genannt und auch der Einfachheit halber als eine mehrstellige Zahl (ohne Komma oder andere Trennzeichen) geschrieben werden. Danach versucht man, diese Reste so lange auszudünnen, also zu verkürzen, bis man zu einer eindeutigen Lösung für eine Zelle kommt (Methoden D und E). Das Ausdünnen (Kandidaten-Reduzierung) wird hier mit den wichtigsten 5 Methoden versucht, die weiter unten erklärt werden.

Trial- and Error-Verfahren werden nicht benutzt, sondern nur logisch nachvollziehbare Methoden - dieses Programm soll nicht ein Sudoku lösen, sondern alle Lösungsschritte aufzeigen. Ein "richtiges" Sudoku sollte immer ohne "zufälligen" Versuch und Irrtum und auf jeden Fall eindeutig gelöst werden können.

Programm-Neuigkeiten

Fünf Sudoku-Lösungsmethoden (A bis E)

  1. Einfachste Methode (Wert: 1 Punkt innerhalb Boxen, 2 Punkte innerhalb Zeilen/Spalten, 0 Punkte bei der 9. fehlenden Zahl; Farbmarkierung: Grün): Direkte Dreier-Methode oder eindeutige Stelle: Bestimme die fehlende dritte Zahl in drei zusammen liegenden (nebeneinander oder untereinander) Boxen. D.h.: Findet man in zwei von drei zusammen liegenden Boxen eine bestimmte Zahl, sucht man in der dritten Box nach einem eindeutigen Ort, an dem diese Zahl stehen kann. In vielen Fällen ist es auch einfach die einzige Stelle, an der eine bestimmte Zahl nur stehen kann, insbesondere beim Durchsuchen von Zeilen und Spalten.
    Bemerkung: In knapp 95 % aller Lösungsschritte findet man eine Zahl (und den dazugehörenden Ort) mit dieser Methode, davon 90 % mit der Suche innerhalb von Boxen!
  2. Einfacher Fall:
    In der dritten Box (OR) kann die Zahl 7 nur in der dritten Zeile sein; damit bleibt die letzte Spalte als einzig möglicher Ort übrig (mit kleinem x markiert).
    PS: Der Übersichtlichkeit wegen wurden viele Felder nicht ausgefüllt, da deren Inhalt ohne Bedeutung ist; ebenso fehlen im Allgemeinen die letzten Zeilen der Beispiel-Sudokus.

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    4 5

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    ... ... ...

    Komplexerer Fall:
    Oft muss auch in den Spalten (bzw. Zeilen, wenn die drei Boxen untereinander liegen) nachgesehen werden, ob eine Stelle für die bestimmte Zahl frei ist. In diesem Beispiel kann die Zahl 7 wieder nur in der dritten Zeile der rechten Box (OR) liegen. Da aber in der 8. Spalte in der darunter liegenden Box (MR) schon eine 7 steht, bleibt wieder nur die letzte Spalte (mit kleinem x markiert) als Zielort übrig.

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    7 |
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    4

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    7
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    ... ... ... |
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  3. Erweiterte oder indirekte Dreier-Methode (Wert: 4 Punkte, Farbmarkierung: Rot): Bestimme den Ort der dritten Zahl ohne genaue Kenntnis des Ortes der zweiten Zahl:
    Hier nutzt man aus, dass die Position der zweiten Zahl zwar noch nicht genau bekannt ist, aber auf eine Zeile oder Spalte einer Box beschränkt werden kann. Dann folgt der Ort für die dritte Zahl analog der oben beschriebenen Methode A. Dieses Verfahren kann in bestimmten Fällen auch ohne Kenntnis der ersten Zahl funktionieren.
  4. Einfacher Fall:
    Im einfachen Fall weiß man, dass in der rechten Box (OR) die Zahl 6 nur in der zweiten Zeile sein kann, da die erste Zeile nicht in Frage kommt (wegen der 6 in Spalte 9) - die genaue Position der Zahl 6 in der mittleren Zeile von Box OR ist aber noch unbekannt. Trotzdem kann man daraus schließen, dass in der ersten Box (OL) die 6 nur in der dritten Zeile sein kann; in dieser Zeile bleibt dann nur die zweite Spalte als einzig möglicher Ort übrig (mit kleinem x markiert).

    5 4 7 |
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    2 8
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    5 4 9

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    6
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    ... ... ...

    Komplexerer Fall:
    Wegen der Zahl 7 in der rechten mittleren Box (MR) kann in der davor liegenden Box (MM) die 7 nicht in Zeile 5 stehen. Damit bleiben als möglicher Ort für die 7 in dieser Box nur die beiden Positionen in der Spalte 5 übrig (mit kleinem a markiert).
    Nun kann man ähnlich wie im einfachen Fall folgern, dass in der darüber liegenden Box (OM) die Zahl 7 nur in der oberen Zeile sein kann (Spalte 4 oder 6), wobei die genaue Position aber noch unbekannt ist. Also muss in der rechts davon liegenden Box (OR) die 7 wieder in der 3. Zeile sein. Da aber in der 8. Spalte in der darunter liegenden Box (MR) schon eine 7 steht, bleibt wieder nur die letzte Spalte (mit kleinem x markiert) als Zielort übrig.

    Alternativ kann man auch argumentieren, dass die Zahl 7 in der 3. Zeile nicht in Box OL stehen kann (in dieser Box ist schon eine 7), auch nicht in Box OM wegen der 7 irgendwo in Spalte 5 von Box MM (siehe oben, mit kleinem a markiert), aber auch nicht in Spalte 8 der Box OR (siehe oben), und somit bleibt dort nur die Spalte 9 (mit kleinem x markiert) als Zielort übrig.

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    7 |
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    4

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    7
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    5 8 |
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    ... ... ...

  5. Einzig mögliche Zahl (Wert: 6 Punkte, Farbmarkierung: Blau): Einzige noch fehlende Zahl an einem bestimmtem Ort:
    Man untersucht für einen Ort, welche der 9 Zahlen dort stehen könnten, wobei die Sudoku-Regeln berücksichtigt werden müssen. Bleibt nur eine Zahl übrig, hat man die Lösung für diese Stelle gefunden. Das klingt zwar einfach, ist aber nicht so leicht zu erkennen.
  6. Beispiel: Die einzige Zahl an der Position Zeile 3 und Spalte 4 (mit kleinem x markiert) kann nur die Zahl 7 sein, weil alle anderen Zahlen schon in gleicher Zeile (1, 4, 8, 9), in gleicher Spalte (2, 5), bzw. in gleicher Box (1, 2, 3, 6) vorhanden sind.

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    2 6 |
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    4 9

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    5 |
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    7
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    ... ... ... |
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    ... ... ...

  7. Vollständige Ausdünnung mit einstelliger Restzahl bzw. einziger Kandidatenzahl (Wert: 1 Basis-Punkt, Farbmarkierung: Braun): Hat man nach einem oder mehreren Ausdünnschritten einen Rest so weit verkleinert, dass er nur noch aus einer Zahl besteht, ist diese Zahl die Lösung für die betrachtete Stelle.
  8. Ausdünnung:
    Hier wird davon ausgegangen, dass zuerst versucht wird, das Sudoku ohne Anschreiben der Reste (das sind die Kandidaten, also die möglichen Zahlen für die jeweilige Stelle) zu lösen (Methoden A, B und C). Kommt man damit nicht weiter, muss man für jede freie Stelle alle Zahlen aufschreiben, die für diese Stelle in Frage kommen (also die dafür überhaupt noch möglichen Zahlen): Das sind die Kandidaten für die jeweilige Stelle, die hier als Ganzes "Rest" genannt und auch der Einfachheit halber als eine mehrstellige Zahl (ohne Komma oder andere Trennzeichen unterhalb der Eingabefelder) geschrieben werden.
    Danach versucht man, diese Reste so lange "auszudünnen", also zu verkürzen, bis man zu einer eindeutigen Lösung für eine Stelle kommt (Methoden D und E). Die Ausdünn-Methoden I bis V werden im nächsten Abschnitt ausführlich beschrieben.

    Beispiel:
    Nach der Ausdünn-Methode I (siehe weiter unten im nächsten Abschnitt) kommt die Zahl 9 innerhalb der zweiten Zeile nur in der ersten Box (OL) vor: Daher muss die 9 dort sein (auch wenn man die Position innerhalb der zweiten Zeile noch nicht weiß) - sie kann also nicht in der dritten Zeile dieser Box noch einmal vorkommen. Daher kann man aus den Resten dieser Zeile in der Box OL den Kandidaten 9 streichen (d.h.: 249 wird zu 24, 39 wird zu 3).
    Damit bleibt an der Position Zeile 3 und Spalte 3 (mit kleinem x markiert) nur noch die 3 als Kandidat übrig. Also hat man einen eindeutigen Rest an dieser Stelle gefunden.

    5
     

    246

    36
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    9
     
    8
     
    7
     
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    1234

    1234

    1234
    1
     

    279

    379
    |
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    23

    23
    4
     
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    8
     
    6
     
    5
     
    8
     

    249

    39
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    1
     
    6
     
    5
     
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    |
    7
     

    2349

    2349

    4 |
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    3 2 |
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    ... ... ... |
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    ... ... ...

  9. Vollständige Ausdünnung mit einzig auftretender Restzahl (alleine auftretender Kandidat) (Wert: 4 Basis-Punkte, Farbmarkierung: Lila): Hat man nach einem oder mehreren Ausdünnschritten mehrere Reste so weit verkleinert, dass eine bestimmte Zahl nur noch an einer einzigen Stelle innerhalb der Reste einer Zeile, einer Spalte oder einer Box vorkommt, ist diese Zahl Lösung für diese Stelle.
  10. Beispiel:
    Nach der Ausdünn-Methode III (siehe weiter unten im nächsten Abschnitt) findet man in der Box OR das Reste-Paar 79 zwei Mal. Die Zahlen 7 und 9 müssen also an diesen beiden Stellen auftreten. Damit können in allen anderen Resten dieser Box die Zahlen 7 und 9 gestrichen werden. Daraus folgt, dass an der Position Zeile 1 und Spalte 4 (mit kleinem x markiert) die Zahl 7 stehen muss.

    2
     
    6
     
    4
     
    |
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    157
    9
     

    15
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    157
    8
     
    3
     

    1579

    1579

    1579
    |
    |
    2
     

    3578

    1358
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    6
     
    4
     

    79
    3
     
    8
     

    1579
    |
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    1357
    6
     
    4
     
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    |

    1579
    2
     

    79

    |
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    6 2 |
    |
    8 1
    |
    |
    8 1 7 |
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    5
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    |
    ... ... ...

Fünf Methoden zur Ausdünnung der Reste (I bis V)

Der Begriff der Ausdünnung zur Verkürzung der Reste wurde im vorherigen Abschnitt unter Methode D schon erlätert. Im Allgemeinen sind, um eine Lösung zu finden, immer mehrere Ausdünnschritte notwendig (bis zu 23 direkt nacheinander wurden schon beobachtet!). Manche Schritte helfen dabei nicht zur Lösungsfindung, aber das weiß man vorher nicht.
Über die Hälfte (56 %) aller hier berechneten Sudokus sind nur durch Anschreiben der Reste und anschließender Ausdünnung lösbar!
In den folgenden Beispielen werden oft nur Teile eines Sudokus mit entsprechenden Resten dargestellt, um das Ganze übersichtlicher zu machen; es sind Ausschnitte aus aktuellen Sudokus.
  1. Box-Test der Reste in einer Zeile oder Spalte: Man sieht in den Resten einer Box nach, ob innerhalb einer Zeile bzw. Spalte eine Zahl vorkommt, die nur genau in dieser Box auftaucht. Diese Zahl muss also innerhalb dieser Box in der gefundenen Zeile bzw. Spalte stehen (wobei die genaue Position noch unbekannt ist), sie kann dann aber aus den anderen Zeilen bzw. Spalten innerhalb dieser Box gestrichen werden. Dies ist die am häufigsten auftretende Methode, um die Reste auszudünnen: 48 %!

  2. Bewertung: Für jedes Vorkommen gibt es 4 Punkte.

    Beispiel:


    28
    5
     
    3
     
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    4
     
    7
     
    9
     
    |
    |

    12
    6
     

    128
    7
     

    1289

    12689
    |
    |

    136

    136
    5
     
    |
    |

    1239

    12389
    4
     
    4
     

    19

    169
    |
    |
    8
     

    136
    2
     
    |
    |

    1359
    7
     

    1359

    1 6 |
    |
    |
    |
    8
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    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ...

    Hier findet man z.B. die Zahl 1: Sie ist innerhalb der ersten Zeile nur in den Resten der rechten Box OR vorhanden (rot gefärbte Reste). Also kann man in den anderen Zeilen dieser Box diese Zahl aus den Resten streichen - das wird hier durch die Darstellung in eckigen Klammern hervorgehoben. Damit bleibt übrig:


    28
    5
     
    3
     
    |
    |
    4
     
    7
     
    9
     
    |
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    12
    6
     

    128
    7
     

    1289

    12689
    |
    |

    136

    136
    5
     
    |
    |

    [1]239

    [1]2389
    4
     
    4
     

    19

    169
    |
    |
    8
     

    136
    2
     
    |
    |

    [1]359
    7
     

    [1]359

    1 6 |
    |
    |
    |
    8
    ... ... ... |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ...

  3. Zeilen-/Spalten-Test der Reste innerhalb einer Box: Man sieht in den Resten nach, ob innerhalb einer Box eine Zahl vorkommt, die nur genau in einer Zeile bzw. Spalte dieser Box auftaucht - diese Zahl muss dann in dieser Zeile bzw. Spalte dieser Box stehen (wobei die genaue Position noch unbekannt ist). Dann kann man in den anderen Resten dieser Zeile bzw. Spalte außerhalb der Box diese Zahl streichen.

  4. Bewertung: Für jedes Vorkommen gibt es 6 Punkte.

    Beispiel:

    3
     

    789
    5
     
    |
    |

    12789

    12489

    124789
    |
    |

    1479

    1479
    6
     

    178
    4
     

    1789
    |
    |
    5
     

    1389
    6
     
    |
    |

    1379
    2
     

    1379
    6
     

    79
    2
     
    |
    |

    1379

    1349

    13479
    |
    |
    8
     

    134579

    134579

    9 1 |
    |
    4 7 2 |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ...

    Hier findet man z.B. die Zahl 1: Sie ist in den Resten der Box OL nur in der zweiten Zeile vorhanden (rot gefärbte Reste), nicht in den anderen Zeilen dieser Box. Also kann man in den anderen Resten dieser Zeile in den anderen beiden Boxen diese Zahl streichen (durch die Darstellung in eckigen Klammern hervorgehoben). Damit bleibt übrig:

    3
     

    789
    5
     
    |
    |

    12789

    12489

    124789
    |
    |

    1479

    1479
    6
     

    178
    4
     

    1789
    |
    |
    5
     

    [1]389
    6
     
    |
    |

    [1]379
    2
     

    [1]379
    6
     

    79
    2
     
    |
    |

    1379

    1349

    13479
    |
    |
    8
     

    134579

    134579

    9 1 |
    |
    4 7 2 |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ...

  5. Man sucht in einer Zeile, Spalte oder Box nach N-Tupel, also danach, dass bestimmte Kandidaten an nur wenigen Stellen auftreten: Genauer heißt das, dass man N zusammen gehörende Stellen (innerhalb einer Zeile, Spalte oder Box) sucht, in denen genau N verschiedene Kandidaten auftreten. Wenn an N Stellen alle oder ein Teil der N betrachteten Kandidaten stehen, können diese Kandidaten nur an diesen N Stellen auftreten (wobei die Verteilung noch unbekannt ist), diese Kandidaten können dann aber aus den anderen Resten gestrichen werden.

  6. Es gibt 2-Tupel (Doppel), 3-Tupel (Tripel), 4-Tupel (Quadrupel), 5-Tupel (Pentupel), 6-Tupel und 7-Tupel (8-Tupel machen keinen Sinn, da dann die neunte Zahl eindeutig ist und somit direkt gefunden werden kann).
    Bewertung: Für jedes N-Tupel gibt es 2*N Punkte.

    Einfaches Beispiel mit 2-Tupel (Doppel):

    6
     

    79
    2
     
    |
    |

    79
    1
     

    3479
    |
    |
    8
     

    34579

    34579

    189
    4
     

    179
    |
    |
    5
     

    3789
    6
     
    |
    |

    1379
    2
     

    1379
    3
     

    1789
    5
     
    |
    |

    2789

    24789

    2479
    |
    |

    1479

    1479
    6
     

    7 8 |
    |
    4 |
    |
    |
    |
    3 8 |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ...

    Hier findet man z.B. in der ersten Zeile das 2-Tupel 79 (Doppel: 79, 79), als rot gefärbte Reste markiert; die beiden Kandidaten 7 und 9 müssen also an diesen beiden Stellen sein. Also kann man in den anderen Resten dieser Zeile diese beiden Zahlen streichen (durch die Darstellung in eckigen Klammern hervorgehoben). Damit bleibt übrig:

    6
     

    79
    2
     
    |
    |

    79
    1
     

    34[7][9]
    |
    |
    8
     

    345[7][9]

    345[7][9]

    189
    4
     

    179
    |
    |
    5
     

    3789
    6
     
    |
    |

    1379
    2
     

    1379
    3
     

    1789
    5
     
    |
    |

    2789

    24789

    2479
    |
    |

    1479

    1479
    6
     

    7 8 |
    |
    4 |
    |
    |
    |
    3 8 |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ...

    Kurzes Beispiel mit 3-Tupel (Tripel):
    Hier findet man in der Box OM (und in der 5. Spalte) das 3-Tupel 235 (Tripel: 235, 23, 25). Damit können in allen anderen Resten dieser Box (und in der 5. Spalte) die Zahlen 2, 3 und 5 gestrichen werden.


     
    4
     

     
    |
    |

    2357

    235
    9
     
    |
    |

     
    1
     

     

     
    1
     

     
    |
    |
    6
     

    23
    8
     
    |
    |

     

     
    5
     

     

     
    3
     
    |
    |

    12457

    25

    12457
    |
    |

     

     

     

    |
    |
    7 |
    |
    |
    |
    4 |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... 1 ... |
    |
    ... ... ...

    Relativ häufig (in etwa 10% aller N-Tupel-Fälle) findet man noch 4-Tupel (z.B. das Quadrupel 1479 mit: 147, 17, 79, 49), aber 5-Tupel, 6-Tupel und 7-Tupel sind sowohl noch seltener (2 %) als auch schwieriger zu erkennen...

  7. X-Wing-Methode: Man sieht in den Resten nach, ob es zwei Zeilen gibt, in denen in den Resten eine bestimmte Zahl in genau zwei Spalten vorkommt, wobei aber die Position der gefundenen Spalten in beiden Zeilen übereinstimmen muss. Dann weiß man, dass diese Zahl entweder als erste in der ersten Zeile und als zweite in der zweiten Zeile vorkommen muss oder umgekehrt als zweite in der ersten Zeile und dann als erste in der zweite Zeile. Diese 4 Möglichkeiten bilden das "X". Also kann man in den Spalten, die zu dem "X" gehören, diese Zahl in allen anderen Zeilen streichen.
  8. Das Ganze gilt entsprechend für Spalten: Man sieht in den Resten nach, ob es zwei Spalten gibt, in denen in den Resten eine bestimmte Zahl in genau zwei Zeilen vorkommt, wobei aber die Position der gefundenen Zeilen in beiden Spalten übereinstimmen muss. Dann kann man in den Zeilen, die zu dem "X" gehören, diese Zahl in allen anderen Spalten streichen.
    Bewertung: Für jedes Vorkommen gibt es 10 Punkte.

    Beispiel:

    8
     

    56
    3
     
    |
    |
    9
     

    56
    2
     
    |
    |
    1
     
    4
     
    7
     

    567

    2567
    9
     
    |
    |

    56
    4
     
    1
     
    |
    |
    8
     
    3
     

    25

    45

    245
    1
     
    |
    |
    7
     
    3
     
    8
     
    |
    |
    6
     
    9
     

    25


    1457

    1457
    8
     
    |
    |

    56
    2
     
    9
     
    |
    |
    3
     

    167

    146
    3
     

    157
    6
     
    |
    |
    8
     

    157
    4
     
    |
    |
    2
     

    17
    9
     
    2 ... ... |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... 5 ...

    Hier findet man z.B. für die Zahl 5: Sie ist in den Resten der ersten Zeile nur in Spalte 2 und 5 vorhanden, aber auch in fünften Zeile nur in Spalte 2 und 5 (diese Positionen bilden das namensgebende "X"). An zwei gegenüberliegenden Stellen des "X" muss also die Zahl 5 liegen (rot gefärbte Reste), und deshalb kann in den anderen Zeilen die 5 in den Spalten 2 und 5 gestrichen werden (durch die Darstellung in eckigen Klammern hervorgehoben). Damit bleibt übrig:

    8
     

    56
    3
     
    |
    |
    9
     

    56
    2
     
    |
    |
    1
     
    4
     
    7
     

    567

    2[5]67
    9
     
    |
    |

    56
    4
     
    1
     
    |
    |
    8
     
    3
     

    25

    45

    24[5]
    1
     
    |
    |
    7
     
    3
     
    8
     
    |
    |
    6
     
    9
     

    25


    1457

    14[5]7
    8
     
    |
    |

    56
    2
     
    9
     
    |
    |
    3
     

    167

    146
    3
     

    157
    6
     
    |
    |
    8
     

    157
    4
     
    |
    |
    2
     

    17
    9
     
    2 ... ... |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... 5 ...

  9. Goldene Kette:
  10. Eine Goldene Kette (Golden Chain, manchmal auch Remote Pairs genannt) ist eine Reihe von Paaren vom Typ ab, bc, cd, de, ef, ..., xy, yz, za, von denen jeweils zwei aufeinanderfolgende Paare in der gleichen Zeile, Spalte oder Box sind und die eine gemeinsame Zahl besitzen. Wenn die Zahl des ersten Paars, die nicht im zweiten Paar vorkommt (hier bei ab also a) mit der Zahl des letzten Paars, die nicht im vorletzten Paar vorkommt (bei za also auch a), übereinstimmt, dann kann man alle Zahlen a streichen, die sowohl von dem ersten als auch dem letzten Paar aus "gesehen" werden, also in der jeweils gleichen Zeile, Spalte oder Box liegen, weil die Zahl a auf jeden Fall entweder an der Stelle des ersten oder des letzten Paars vorkommt (wenn a im ersten Paar vorkommt, ist das offensichtlich; kommt aber b vor, so muss im zweiten Paar c sein, daher im dritten Paar d usw., bis zu z im vorletzten Paar, also a im letzten Paar).
    Bewertung: Hierbei gibt es 3*N Punkte entsprechend der Länge N der gefundenen Kette (3 bis 14 = längste bisher gefundene Kette, aber längere sind durchaus vorhanden - Längen über 20 wurden schon beobachtet).

    Literatur:
    Download des Artikels von Eduyng Castan: http://www.coverpop.com/sfiles/Sudoku-GoldenChains.pdf
    Ähnlicher Artikel von Mihail Iusut: http://www.scanraid.com/sudoku/Remote_Pairs_and_XY_Chains.pdf

    Beispiel einer Goldenen Kette (nach wenigen anderen Ausdünnschritten):

    8
     

    271
    6
     
    |
    |
    4
     
    9
     
    5
     
    |
    |

    372

    23
    1
     

    1[2]
    3
     

    124
    |
    |
    8
     
    7
     
    6
     
    |
    |
    5
     
    9
     

    24
    5
     
    9
     

    47
    |
    |

    23

    123

    12
    |
    |
    8
     
    6
     

    47


    124
    6
     
    9
     
    |
    |

    237
    4
     

    27
    |
    |

    133
    5
     
    8
     
    7
     

    1[2]
    8
     
    |
    |
    5
     

    23
    9
     
    |
    |
    4
     

    13
    6
     
    ... ... ... |
    |
    ... ... ... |
    |
    ... ... ...

    Die gefundene Goldene Kette ist: (1:2)27 - (1:7)73 - (4:7)31 - (4:1)12. Beachte, dass hier die Reihenfolge der Zahlen innerhalb eines Doppels dem Verkettungs-Prinzip angepasst ist: Also 73 statt der sonst aufsteigenden Reihenfolge 37 und 31 statt sonst 13. Das jeweilige Ende der Goldenen Kette ist also die Zahl 2, die daher im Feld (2:1), also Zeile 2 und Spalte 1, und im Feld (5:2), also Zeile 5 und Spalte 2, gestrichen werden kann.
    Identisch mit der gefundenen Goldenen Kette ist auch die in umgekehrter Reihenfolge: (4:1)21 - (4:7)13 - (1:7)37 - (1:2)72.

    Es wurden 16 Sudokus gefunden, die in den im Web zur Verfügung stehenden 30 Sekunden nicht gelöst werden konnten. Hier drei Beispiele einer Batch-Rechnung - auffallend die immer länger werdenden Ketten mit immer mehr Alternativen (bei allen bisher gelösten Sudokus waren nicht mehr als 2770 Ketten einer Länge aufgetreten):

Allgemeines

Die Punktzahlen sind so einigermaßen den Schwierigkeitsgraden angepasst. Sie hängen aber auch von der Reihenfolge im Programm ab - so ergibt eine andere Reihenfolge im Suchen von Mustern in den Resten etwas andere Werte. Gerade die Bewertung beim Ausdünnen ist schwierig: es werden alle Ausdünnschritte mitgezählt, egal, ob sie am Ende etwas bringen oder nicht. Aber das weiß man ja auch beim Lösen mit Hand vorher nicht...

Ab 50 Punkten wird es interessant, über 75 Punkte ist es schon schwerer, über 100 Punkte wirklich schwer, und über 125 Punkte ist schon eine Herausforderung. Der Mittelwert aller Sudokus liegt bei 106 Punkten (der Hauptwert liegt um 60 Punkte ohne Ausdünnung (siehe Kurve), und um 144 Punkte mit Ausdünnung (siehe Kurve)). Aktuelles Maximum mit schwer zu überbietenden 516 Punkten (sehr viel mehr Punkte sind wohl kaum erreichbar?!), also das bisher am schwersten (hier) gelöste Sudoku:

Das 454-Punkte-Sudoku wurde durch Reduzierung aller bis dahin gelösten etwa 9200 Sudokus in einem Aufwand von über 2100 Stunden Rechenzeit (insgesamt wurden fast 3 Millionen Sudokus durchgerechnet) gefunden... Reduzierung heißt hier: Lässt man aus einem Sudoku mit N Zahlen jeweils eine Zahl aus, so entstehen N Sudokus mit jeweils N-1 Zahlen, die alle berechnet werden. Gibt es dabei Lösungen, macht man die gleiche Prozedur mit dem berechneten Sudoku, das die höchste Punktzahl hat, usw., bis es keine Lösung mehr gibt.

Etwas Statistik:

Bei bisher nun insgesamt etwa 22100 gelösten Sudokus wurden etwa 1197000 mal die Methoden A bis E eingesetzt; davon 94.5% für Methode A, 2.8% (0.8% + 2.0%) Methode B+C, und 2.7% (1.9% + 0.8%) Methode D+E (also Ausdünnung). Die Ausdünn-Methoden werden zwar selten gebraucht, sind aber trotzdem zur Lösung von knapp der Hälfte aller Sudokus notwendig!

Genauer gesehen waren etwa 26% der Sudokus allein mit Methode A lösbar, insgesamt 54% nur mit den Methoden A+B+C. Das sind die einfacheren Sudokus, obwohl dabei immerhin auch etwa 100 Punkte erreicht werden können - bisheriges Maximum: 96, also die (hier) schwierigsten Sudokus ohne Ausdünnung:

Obwohl in einem weiteren Aufwand von etwa 550 Stunden Rechenzeit (insgesamt fast 2 Millionen Sudokus wurden durchgerechnet) alle Sudokus ohne Ausdünnung nach einem analogen Verfahren wie oben beschrieben reduziert wurden, konnte kein Sudoku gefunden werden, das mehr als 100 Punkte hat. Es dürfte also schwierig sein, ein Sudoku ohne Ausdünnung mit höherer Punktzahl zu finden.

Für die etwa 10200 Sudokus (46% der Fälle), bei denen die Kandidaten/Reste analysiert werden mussten, waren insgesamt etwa 81000 Ausdünnschritte notwendig (davon 48 % Box-Tests, 7 % Zeilen-/Spalten-Tests, 20.5 % N-Tupel, 2.5 % X-Wings, 22 % Goldene Ketten). In einem Fall waren es 23 Ausdünnschritte hintereinander, bis eine Zahl gefunden werden konnte, und in einem anderen Fall insgesamt 33 Schritte!

Dabei konnten etwa 1350 alleine durch die einfachen Box-Test- und Zeilen-/Spalten-Test-Methoden gelöst werden. Etwa 2950 Sudokus wurden durch die N-Tupel-Methode (darunter ein 7-Tupel!), nur 260 Sudokus durch die X-Wing-Methode (erstaunlich wenig!, aber immerhin wurden insgesamt etwa 1900 X-Wings gefunden), jedoch 5650 durch die Goldene Kette gelöst (bei insgesamt gut 17700 gefundenen Goldenen Ketten, und in einzelnen Sudokus bis zu 20 Goldenen Ketten bzw. maximal mit der Länge 14) - insofern verwundert es, dass dieses Verfahren so wenig bekannt ist!

Literatur:

Allgemeine Lösungsstrategien bei: http://www.sadmansoftware.com/sudoku/solvingtechniques.htm
oder bei: http://hodoku.sourceforge.net/de/techniques.php


Neustart


Ausgewählte Sudoku-Beispiele (von 24364 Sudokus)



Vorhergehendes Programm (Loop)

Altes Programm (Loop)

Altes Programm (Einzelschritt)

Variante mit Einbeziehung der Diagonalen

Variante: Farb-Sudoku


DIE ZEIT: Sudoku

The Daily Telegraph: Sudoku

(Für Neugierige: Dieses PHP-Programm)

Kommentare bitte an Ingolf Giese